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Die 9. Umfrage war vom 4. Juni bis 4. September aufgeschaltet und drehte sich um die Gefährlichkeit von gelagertem Kalium:


Viele reaktive chemische Gefahrgüter, wie auch Kalium, werden zur Lagerung und zum Transport unter einem Schutzmedium gehalten oder mit einer anderen Chemikalie stabilisiert. Reaktive Chemikalien lassen sich im gelben Bereich des Gefahrendiamants mit einer Zahl grösser als 0 erkennen.

 

Kalium weist im Gefahrendiamant die Zahl 2 auf, denn es kann explosionsartig reagieren wie z.B. mit Wasser. Im Fall von Kalium wird häufig Petrol oder Paraffinöl als Schutzmedium verwendet.




Unsere Frage war:

 

Kann Kalium gelagert in Petrol bei einer mechanischen Einwirkung (z.B. auch beim Ergreifen mit einer Kaliumzange) explodieren?

 

Welche der folgenden Antworten trifft zu (bei Standardbedingungen): 

 

Die möglichen Antworten waren:

 

a) weiss nicht

b) Keine Explosion möglich

c) Wenn es an trockene Luft kommt

d) Wenn es an feuchte Luft kommt

e) Bei Kalium mit einer Kruste

 

Keine Antwort wussten 13%. Die Aufschlüsselung der Antworten, die entweder b), c), d) oder e) wählten ergibt folgende Aufteilung in Prozenten:

 




Auswertung

Der Ausgangspunkt für diese Umfrage war ein Unfall mit Kalium, der von Prof. Dr. Peter Bützer aufgearbeitet und analysiert wurde. Sie finden diesen Bericht hier.

 

Gemäss dieser Zusammenstellung ist die Antwort "b) Keine Explosion möglich" nicht zutreffend, weil Kalium sehr wohl bei einer mechanischen Einwirkung explodieren kann, sofern eine Peroxidschicht (verkrustetes Kalium) vorhanden ist. 

 

Antworten c) und d) treffen den Sachverhalt auch nicht, weil für die Explosion noch ein anderer Stoff d.h das Kaliumperoxid vorhanden sein muss um durch eine mechanische Einwirkung eine Explosion auszulösen: Reines Kalium explodiert weder bei trockener noch feuchten Luft bei normalen Temperaturen.

 

Folglich ist Antwort e) korrekt, die von 26% der Teilnehmer gewählt wurde.

 

 


Schlussbemerkung: 1000 gutgegangen, das 1001. Mal explodiert

Aus dem oben erwähnten Artikel geht hervor, das es immer wieder über die Jahre zu Unfällen mit verkrustetem Kalium gekommen ist.  Dies trotz den Warnhinweisen, die leicht über das Internet zugänglich sind. Kennen Sie diesen Satz: "Wir machen das schon seit Jahren und es ist noch nie etwas geschehen. ".

 

Sollten Sie diesen Satz auch schon verwendet haben, denken Sie bitte an dieses Beispiel und überprüfen Sie Ihr Tun mit dem heutigen Wissensstand.


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Letzte Änderung:  03.11.2006 - 08:44

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