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Erste Erkenntnis

Je grösser die Luftaustauschrate während der Einwirkung der Gaswolke im Freien, desto rascher gleicht sich die Konzentration im Innern derjenigen im Freien an.

 

Zweite "falsche" Erkenntnis

Bei einer kurzzeitigen Einwirkung, wie in dieser Rechnung mit 10 Minuten ist die Schutzwirkung durch ein Haus aufgrund der kleineren Konzentration gegeben.

 

Dritte Erkenntnis

Erkenntnis 2 ist so nicht korrekt. Denn die aufgenomme Dosis (in unserem Fall Dosis = Konzentration x Einwirkungszeit) ist für eine Wirkung auf ein Menschen entscheidend. Es kann im Extremfall gefährlicher sein sich in einem Gebäude aufzuhalten als im Freien.  Dies obwohl die Konzentration im Gebäude kleiner ist als im Freien. Die Einwirkungszeit kann in einem Gebäude wesentlich länger sein als im Freien! Beispielsweise wenn ein Spital mit einer Luftaustauschrate von 5-10/h seine Lüftung zu spät abschaltet, gerade dann wenn die Gaswolke am Spital vorbeigezogen ist und dann mehrere Stunden wartet bis wieder gelüftet wird.

 

Vierte Erkenntnis

Nachdem Wegzug der toxischen Gaswolke muss die Entwarnung so bald als möglich gegeben werden und es ist die Anweisung zu geben, die Innenräume zu lüften um die Dosen in den Häusern möglichst tief zu halten. 

 

Fünfte Erkenntnis

Wer Massnahmen aufgrund von Konzentrationen alleine trifft handelt fahrlässig. Die Einwirkungszeit ist immer mitzuberücksichtigen. 

 

Zusammenfassung und ergänzende Bemerkungen

Ein Haus mit verschlossenen Fenstern und Türen, abgestellter Ventilation bietet einen guten Schutz vor aussen angeströmten toxischen Gasen falls nach dem Abzug der Gaswolke die Innenräume gelüften werden.
Die Schutzwirkung ist um so grösser je kleiner die Luftaustauschrate während der Gaseinwirkung von Aussen und je kürzer die Einwirkungszeit der Gaswolke ist. 
Die Einsatzkräfte gewinnen Zeit weil die Aufnahme einer gleich grossen Dosis aufgrund einer kleineren Konzentration im Haus weit länger dauert als im Freien.
Bei langandauerenden Gaseinwirkung von Aussen verliert ein Haus die Schutzwirkung.
Die Gebäudehülle, in welcher sich die Quelle befindet und toxische Stoffe freisetzt bietet keinen Schutz. Nur Häuser, die von einer toxischen Wolke von aussen angeströmt werden, haben eine schützende Luftglocke.
Bei Gasen, die schwere als Luft sind, bieten die höher gelegenden Stockwerke im Haus den besten Schutz.


Letzte Änderung:  27.04.2006 - 08:45

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