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MEHAS bedeutet Modell für die Effekte mit HochAktiven Stoffen und wurde von Prof. Dr. Peter Bützer erstellt und ist breit an realen Unfällen mit HAS validiert worden [1].

MEHAS ist ein neues Modell zur schnellen Beurteilung des toxischen Effektes nach Freisetzung von hochaktiven Stoffen (HAS). Diese liegen als Festkörper mit Korngrösse im Mikrometerbereich vor. Beispiele sind Toxine, wie z.B. Botuliumtoxin, Rizin, Bakterien- oder Sporen wie Antrax, Q-Fieber, hochtoxische Stoffe wie z.B. Dioxin, Krebsmedikamente wie z.B. Octreotid.



Was ist mit hochaktiven Stoffen (HAS) gemeint

Als hochaktive Substanzen (HAS) werden Stoffe bezeichnet, die bei einer kleinen Dosis eine grosse Wirkung hervorrufen. Darunter fallen hochpotente Pharmawirkstoffe  ("High-Potency Active Pharmaceutical Ingredients" kurz HPAPI genannt) [2], Hoch gefährliche Pestizide ("Highly Hazardous Pesticides" kurz HHP genannt) [3], Gefährliche Medikamente ("Hazardous Drugs" [4]) oder andere gefährliche hochaktiven Stoffe mir einer Effektdosis <= 10 mg oder einem Inhalationsgrenzwert unter 10 µg/m3 [2].

Zunehmede Bedeutung von HAS

Diese Stoffe sind als Medikamente interessant, weil eine kleine Dosis eine grosse Wirkung hervorruft. Aus diesem Grunde wirken diese Stoffe spezifisch. Dies hat den Vorteil, das meist auch mit geringeren Nebenwirkungen zu rechnen ist [8]. Gemäss einer Studie wächst der pharamzeutische Markt bei HPAPI pro Jahr 12% im Vergleich zu herkömmlichen Substanzen mit ca. 7% [5,6,7].

Bedeutung für Bevölkerung und Einsätzkräfte

Auch beim grossen Nutzen von HAS als Pharmawirkstoffe für die Behandlung von vielen Krankenheiten sind auch die Gefahren bei unbeabsichtigter Freisetzungen bei der Produktion und Transport zu beurteilen. Nicht vergessen dürfen auch potentielle Terroranschläge mit HAS z.B. mit Botuliumtoxin [9].

Ausbreitungsabschätzungen für HAS

Für die Ausbreitungsabschätzungen für HAS wurden bisher Lagransche Modelle verwendet. Die Bedienung und der Betrieb dieser Modelle ist meist komplex, der Rechenzeitbedarf lange und daher für eine schnelle Abschätzung untauglich.

MEHAS in MET für Windows

MEHAS ergänzt mit der Möglichkeit die Ausbreitung von Festkörper und Aerosolen schnell abzuschätzen zu können MET für Windows ideal. Neben den Gefahrenzone können auch die möglichen betroffenen Personen abgeschätzt werden. Die Kontamination, der Einfluss der Freisetzung aus einem Gebäude und aus einem Containment können berücksichtigt werden.

Literatur

[1] P. Bützer, Störfallszenarien und methodische Grundlagen für die Ausmasseinschätzung von hochaktiven Stoffen, Bericht zu Handen Bundesamt für Umwelt, Amt für Verbraucherschutz des Kt. AG, Sicherheitsinspektorat des Kt. BL, Kontrollstelle für Chemie- und Sicherheit des Kt. BS, (2012)

[2] A.W. Ader, J.J. Mason et al., Chem Today, 25(2), 56-60 (2007)

[3] Exposure to Highly Hazardous Pesticides: A Major Public Health Concern, World Health Organisation, Geneva (2010)

[4] NIOSH Alert, Preventing Occupational Exposures to Antieoplactic and Other Harzardous Drugs in Health Care Settings, NIOSH, Cincinnati (2004)

[5] A. Thayer, Contained Chemistry, C&EN, 86 (24), 17–27 (2008).

[6] P. Van Arnun, Charting API Market Growth and Opportunity, Pharm. Technol. 32 (7), 58–61 (2008)

[7] P. Van Arnun, Investing in High-Potency Manufacturing, Pharm. Technol. 31 (11), 54–58 (2008)

[8] P. Bützer, Substanzen, die viel wertvoller und sinnvoller sind als Gold?, c+b 1/13, 11-17 (2013)

[9] J-B. Park, L.L. Simpson, Inhalational Poisoning by Botulinium Toxin and Inhalation Vaccination with Its Heavy-Chain Component, Infection and Immunity, 71 (3), 1147-1154 (2003)

 

Highlights

29.12.2016 16:20

Auswertung Umfrage "Aktivierungs- energie"

finden Sie [hier]




21.12.2016 18:22

MET für Windows Version 6.5

Die wichtigsten Neuerungen [mehr]




11.10.2016 15:46

Die App zu MET: Eine Vorschau

[mehr]




13.05.2016 08:31

Mai Service-Update für MET für Windows 6.0 verfügbar.

[mehr]




31.12.2015 15:49

Auswertung Umfrage "Kaltes Feuer"

finden Sie [hier]




12.11.2015 19:40

Openstreetmap

Version 6 von MET für Windows unterstützt die Verwendung von Openstreetmap-Karten [hier]



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