Das Ziel von Incomp ist es den Benutzer schnell auf gefährliche chemische Stoffkombinationen aufmerksam zu machen. Es ist ein Werkzeug, welches auch dem Experten Rückhalt gibt, wichtige bekannte Fakten nicht zu vergessen, zu übersehen oder nicht zu kennen.
Als modernes Instrument verwendet Incomp neben der Datenbank mit Inkompatbilitäten aus der Literatur auch chemometrische Techniken um auch weniger gut untersuchte Stoffe zu interpretieren.
Eine kurze Einleitung zu Incomp finden Sie hier: Kurze Einleitung
Ein einfaches Beispiel
Vor einem Einsatz wurde Trimethylamin in einem Container transportiert. In diesen geleerten Container soll nun Ethylenoxid umgepumpt werden. Ein Problem?
Sie starten das Incomp-Modul in MET und geben die Stoffnamen Trimethylamin und Ethylenoxid ein und erhalten folgendes Bild:
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Falls Sie nicht wissen was die 4 auf rotem Hintergrund heisst. Klicken Sie auf diese Feld und Sie erhalten weitere Informationen:
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Es ist folglich nicht zu empfehlen Ethylenoxid in einen Container zu transferieren falls noch Spuren von Trimethylamin vorhanden sind. In einem in der Literatur [Martel, 2004] beschriebenen Unfall wurde dies gemacht, mit dem Effekt, dass der Container 18 Stunden später detonierte.
Auch anspruchsvoller Auswertungen möglich
Falls gewünscht, können auch mehr als 2 Stoffe auf Inkompatbilitäten geprüft werden. Hier ein Beispiel mit 14 Stoffen, die in einem verunglückten Güterzug vorhanden waren [Thomson, 1992]:
![]() Oben: Kreuztabelle mit in der Datenbank enthaltene Inkompatibilitäten |
![]() Oben: Kreuztabelle mit zusätzlich chemometrisch abgeleiteten Inkompatibilitäten |
Auch einzelne Stoffabfragen möglich
Neben der Kreuztabelle weist Incomp auch die Möglichkeit auf, Inkompatibilitäten eines einzelnen Stoffes A abzurufen. Der Benutzer erhält dann eine Liste der Stoffe die mit A Inkompatibilitäten aufweisen.
Funktionsweise
Das Modul Incomp ermittelt gefährliche Stoffkombinationen mit Hilfe einer Datenbank in der Inkompatbilitäten aus der Literatur abgelegt sind. Zusätzlich verwendet Incomp Mustererkennung um Inkompatibilitäten für Stoffe abzuleiten, die nicht direkt in der Datenbank vorhanden, aber chemisch sinnvoll sind.
Literatur
Bernard Martel, Chemical Risk Analysis, Kogan Page Science (2004)
R.E.Thompson, E.R.Zamejc, D.R.Ahlbeck, Hazardous Materials Car Placement in A Train Consist, US Department of Transportation, Report DOT/FRA/ORD-92/18.I



