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Bei der einer Firma in der Schweiz sind am 7. Februar 2005 ca 14 Qubikmeter konzentrierte Schwefelsäure ausgelaufen.



Austritt

Die konzentrierte Schwefelsäure ist während der Nacht aus einem Bahnzisternenwagen in einer Werkshalle ausgelaufen und in ein unterirdisches Betonbecken geflossen. Kurz nach sechs Uhr morgens wurde der Unfall entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.


Schadensbilanz

Es wurden keine Personen verletzt. Zur Bewältigung des Unfalls wurden insgesamt 145 Feuerwehrleute, Polizeikräfte, Sanitäter sowie Chemie-Spezialisten aufgeboten. Die Seestrasse zwischen Uetikon und Meilen blieb während neun Stunden für den Verkehr gesperrt.


Schwefelsäure

Die reine Schwefelsäure ist eine klare, farb- und geruchslose, stark hygroskopische Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von ca 310 Grad Celsius (Zersetzung). Bei der Mischung von konzentrierter Säure und Wasser tritt eine beträchtlichen Wärmeentwicklung auf. Darum wird im Labor konzentrierte Säure nur durch langsames Eingiessen in Wasser und unter Rühren verdünnt. Schwefelsäure ist in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar und hat als verdünnte Säure einen Siedepunkt von ca. 110 Grad Celsius.


Gefahrenabschätzung

Auf Grund des hohen Siedepunktes von konzentrierter Schwefelsäure, geht keine akut toxisch Gefährdung ohne Kontakt oder Verschlucken der Flüssigkeit bei Umgebungstemperatur aus. Dies liegt daran, dass die Verdampfungsrate von konzentrierter Schwefelsäure sehr klein ist. Selbst eine Masse von 11'000 Tonnen konzentrierter Schwefelsäure wie im Fall vom Unfall bei Helsingborg ergibt keine nennenswert toxisch akut gefährliche Gaskonzentration.

Beim Zusammentreffen von Wasser mit konzentrierter Schwefelsäure kann die Gefahr jedoch erheblich sein. Dies liegt daran, dass das Wasser/Schwefelsäure-Gemisch durch die Reaktionswärme sich stark erhitzt. Die Entstehung und Grösse einer Gaswolke hängt wesentlich davon ab welche Mengen Säure und Wasser in welcher Zeit zusammentreffen.   

Für die Gefahrenabschätzung rechnen wir mit einer Lachenverdampfung. Die konzentrierte Schwefelsäure kam mit Wasser nicht in Kontakt. Es floss auch keine Schwefelsäure in den See. Die Dimenstion der Lache ist gegeben durch das Auffangbecken mit einer Fläche von 50m^2 (Annahme). Die Freisetzungszeit betrage 10 Stunden. Mit diesen Angabe und den Wetterangaben erhalten wir Gefährdungsdistanzen von 20 m im Freien und im Schutz eines Hauses. Es ist zu bemerken, dass beim Programm MET bei einer Gefährdungsdistanz, die kleiner als 20 m ist, immer auf 20 Meter aufgerundet wird. 




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Links                                        
ICSC  International Chemical Safety Card: Schwefelsäure 
Video  Mediaplayer Video zum Unfall von news.ch 
Zürichseezeitung  Chemieunfall fordert Grosseinsatz 


Letzte Änderung:  26.05.2006 - 16:50

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